Hallstattzeit (800–450 vor Christus)

Technischer Fortschritt

Um 2.000 vor Christus setzte die Verarbeitung von Eisen ein,
erst im Nahen Osten und 1.000 Jahre später in Mitteleuropa.
Das weichere Eisen verdrängte die Bronze aus vielen Sparten,
insbesondere im Bereich der Waffen und Arbeitsgeräte, denn
Eisenerz war weit verbreitet, Importe waren nicht mehr nötig.

 

Ältere Hallstattzeit

Mit der neuen Technik ging auch ein Kulturwandel einher.
So entstanden wieder Grabhügel über den Brandbestattungen.

Die Beisetzung erfolgte in gezimmerten Holzkonstruktionen.
Steine und ein aufgeschütteter Erdhügel umgaben die Kammer.
Ein Steinkranz, Holzpfosten oder Gräben am Fuße des Hügels
grenzten den heiligen Bereich von der gewöhnlichen Erde ab.
Ein solches Grabmonument bezeugte die soziale Stellung
des Verstorbenen deutlich sichtbar über seinen Tod hinaus.
Frauen und Kinder fanden ihre letzte Ruhe hingegen meist in
kleineren Hügeln oder nur in einem Flachgrab.

 

Jüngere Hallstattzeit

In der jüngeren Hallstattzeit entstanden noch größere Hügel,
und auch Frauen erhielten als „Fürstinnen“ nun teilweise
reich ausgestattete Gräber, zum Beispiel in Vix (Frankreich).
Die Hügelspitze konnte ein Pfeiler oder eine Figur bekrönen,
und üblich war nun wieder die Körperbestattung.

Für die jüngere Hallstattzeit lassen sich außerdem erstmals
reich ausgestattete Gräber mit befestigten Siedlungsplätzen
auf Bergrücken, den „Fürstensitzen, in Verbindung bringen.

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