Straßenbau

Ein gut ausgebautes Straßennetz spielte nicht nur für rasche Truppenbewegungen, sondern auch für den Handel und die Verwaltung eine wichtige Rolle. Verlauf und Bau der Fernstraßen wurden daher vom Staat festgelegt und zusammen mit den anliegenden Gemeinden organisiert. Beim Bau halfen speziell ausgebildete Soldaten. Für einen möglichst geraden Verlauf und geringe Steigungen wurde das Gelände eingeebnet und begradigt. Täler und Flüsse überwand man oftmals mit Brücken.

Eine römische Straße hatte einen Aufbau von bis zu einem Meter Stärke. Als Unterbau diente gestampfter Lehm. Darauf folgte ein Fundament aus größeren Steinen sowie Schichten aus grobem und feinem Kies. Vor allem auf den wichtigsten Fernstraßen wurde der Straßenkörper mit einer Schicht aus Kopfsteinpflaster oder aus sauber gearbeiteten Steinplatten abgeschlossen. Ansonsten bestand die Deckschicht aus grobem festgewalztem oder gestampftem Kies oder Sand. Zu den Seiten hin war die Fahrbahndecke abgerundet, um das Regenwasser abzuleiten.