Herrenhaus

Wie alle großen römischen Luxusvillen war die Villa von Borg mit einem repräsentativen Empfangssaal ausgestattet.
Der knapp 100 Quadratmeter große Raum war in der Mitte des Hauptflügels untergebracht und bildete den zentralen Punkt, auf den die gesamte Villenanlage ausgerichtet war.

Zu beiden Seiten des Saales befanden sich schmale Korridore - wahrscheinlich Treppenaufgänge in ein Obergeschoss - sowie jeweils zwei kleinere Räume. Errichtet wurde das Gebäude als Steinbau um etwa 50 n. Chr. Nach Ausweis des Fundmaterials muss es in seiner ersten Benutzungsphase eine prachtvolle Ausstattung besessen haben.

Ähnlich wie die Villa von Nennig (Gem. Perl) besaß der Empfangssaal einen großen Mosaikboden, der hier allerdings in schwarz-weiß gehalten war. Reste eines farbigen Mosaiks wurden in einem der Nebenräume entdeckt.


Ausgrabungsarbeiten am Empfangssaal der Villa.
Im Bild sind verschiedene Bauphasen zu sehen.