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Grabung

Die Villa von Borg zählt zu den größten Gutshöfen im Saar-Mosel-Raum und gehört zu den so genannten "Längsaxialen Villen". Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine rechteckige Grundform haben und sich die Gebäude rechts und links einer Zentralachse symmetrisch aufreihen. Sie sind in einen Herrschaftsbereich - pars domestica - und einen Wirtschaftsteil - pars rustica - gegliedert.

Der Herrschaftsbereich der Villa Borg besteht aus mehreren Gebäudeflügeln, die um einen weitläufigen Innenhof gruppiert sind. Die parkähnlich angelegte Freifläche wird durch ein großes, in die Gartenarchitektur eingebundenes, Zierbecken geteilt. Quer zur Mittelachse des gesamten Gutsbezirkes befindet sich das zentrale Herrenhaus, das Wohn- und Repräsentationszwecken diente. An der südwestlichen Seite schließt sich der Badebereich an, parallel dazu auf der gegenüberliegenden Seite ein Wohn- und Wirtschaftstrakt.

An den Badebereich und den Wohnbereich grenzen weitere Raumfluchten, die sich als die römische Küche erwiesen haben.

Der palastartige Herrschaftsbereich bildet eine in sich geschlossene Einheit, die vom Wirtschaftsbereich durch eine Mauer abgetrennt war und durch die innere Toranlage betreten werden konnte.

Die 15 noch nicht ausgegrabenen Nebengebäude der pars rustica (Wirtschaftsbereich) zeichnen sich deutlich als Schutthügel ab, die sich an der Umfassungsmauer, im nordwestlich anschließenden Waldgelände zu beiden Seiten aufreihen.

Gesamtplan Villa Borg

Pars domestica (Herrschaftsbereich)

Die pars domestica war der Bereich, die der Herrschaftsfamilie vorbehalten war. Hier stand das Wohngebäude, das palastartige Dimensionen annehmen und mit außerordentlichem Luxus ausgestattet sein konnte. 

Pars rustica (Wirtschaftsbereich)

Der Wirtschaftsbereich „pars rustica“ ist dem palastartigen Herrenhaus vorgelagert. Die Nebengebäude sind an die ursprünglich mannshohe Umfassungsmauer angebaut.

Auf Schiffels

Im Bereich des an der Zufahrtsstraße zur Villa gelegenen Parkplatzes auf der Flur "Auf Schiffels" wurden vor Baubeginn in den Jahren 1999 bis 2002 Grabungen durchgeführt. Durch physikalische Untersuchungen (Geomagnetik) wurden Mauerreste im Boden nachgewiesen worden.