zur Startseite

Grabungsgeschichte

Der Bevölkerung der umliegenden Dörfer war die Siedlungsstelle, die später den Namen Römische Villa Borg tragen sollte, schon immer bekannt, denn sie wurde über Jahrhunderte als Steinbruch genutzt. Aber erst der Lehrer Johann Schneider aus Oberleuken interessierte sich für die Geschichte dieses Platzes.

Um 1900 führte er kleinere Grabungen durch und stellte den römischen Ursprung des ausgedehnten Trümmerfeldes fest.

Durch die beiden Weltkriege gerieten die Forschungen Schneiders leider weitgehend in Vergessenheit und es verging über ein halbes Jahrhundert, bis diese Stelle wiederum die Aufmerksamkeit der Wissenschaft auf sich zog.
Ausgedehnte Raubgrabungen drohten das Bodendenkmal (Definition: Als Bodendenkmal gelten: 1. bewegliche und unbewegliche Kulturdenkmäler, 2. aus den in Absatz 1 Satz 1 genannten Gründen erhaltenswerte Überreste oder Spuren menschlichen, tierischen und pflanzlichen Lebens, die sich im Erdboden oder auf dem Grund eines Gewässers befinden oder befunden haben – Auszug aus dem Saarländischen Denkmalschutzgesetz §2 Abs.4) derart zu zerstören, dass sich das damalige Staatliche Konservatoramt, Abt. Bodendenkmalpflege (heute: Landesdenkmalamt, Ministerium für Bildung und Kultur, Abt. Bodendenkmalpflege), veranlasst sah, eine planmäßige Ausgrabung durchzuführen.

Die archäologischen Untersuchungen begannen am 1. April 1987 mit der wissenschaftlichen Zielsetzung der "Erforschung einer geschlossenen römischen Siedlungseinheit im nordwestlichen Saarland mit modernen Methoden". Diese Grabungen dauern bis heute an und werden auch in Zukunft fortgeführt.